Heizölpreise fallen in der 46.Kalenderwoche 2006 um 1,8% gegenüber der Vorwoche

(openPR) - Für die 46.Kalenderwoche 2006 kann folgende konkrete Bewertung für die einzelnen Bereiche vorgenommen werden:

1.Auf Basis aktueller Preisermittlungen des Heizölportals www.brennstoffhandel.de ist der Heizölpreis für eine 3.000 Liter-Partiegröße für Heizöl der Sorte "Standardqualität“ in der 46. Kalenderwoche 2006 gegenüber der Vorwoche um 1,02 €/100 Liter (-1,8%) auf 56,41 €/100 Liter gefallen.

Hauptursache für den Rückgang der Heizölpreise in dieser Woche war:

1. Rückgang des Rohölpreises um über 1%.
Damit lag der aktuelle Heizölpreis für Heizöl der Sorte „Standardqualität“ in dieser Woche um 11,90 €/100 Liter unter dem Höchststand, der in der 35.Kalenderwoche 2005 mit 68,31 €/100 Liter erreicht wurde.

2. Der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent fiel gegenüber der Vorwoche um 0,72 USD/Barrel (-1,2%) auf 58,99 USD/Barrel.

Am Ende dieser Woche schloss der Rohölpreis unter der Marke von 59,00 USD/Barrel. Folgende Fakten bewegten diese Woche den Rohölmarkt:

1. Es existierten weiter Zweifel im Markt, ob die OPEC die beschlossene Förderkürzung um 1,2 Mio. bpd wirklich in die Tat umsetzt. Nach IEA-Schätzungen in der letzten Woche beläuft sich die tatsächliche Förderkürzung nur auf 0,6 bis 0,9 Mio. bpd. Gleichzeitig ist offen, ob die OPEC auf ihrer nächsten Sitzung am 14.Dezember 2006 in Nigeria eine weitere Kürzung um 0,3 Mio. bpd beschließt. Damit lag der aktuelle Rohölpreis der Sorte Brent in dieser Woche mit 18,28 USD/Barrel unter dem bisherigen Allzeithoch, das in der 27.KW 2006 mit 77,27 USD/Barrel erreicht wurde.

3. Das Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar fiel gegenüber der Vorwoche um 0,0015 €/USD (-0,1%) auf 1,2825 €/USD.

Der Euro schloss am Wochenausklang über der Marke von 1,28. Dabei bewegten folgende Themen diese Woche die Finanzmärkte:

1. Es existiert weiter die vorherrschende Meinung im Markt, dass keine weiteren Zinserhöhungsschritte seitens der Fed folgen werden und damit der Zinshöhepunkt in den USA erreicht ist. Bedingt durch die weiter existierende Inflationsgefahr, dürfte es nicht zu einer schnellen Zinssenkung in 2007 kommen.

2. In Auswertung verschiedener EZB-Meinungsäußerungen in dieser Woche kann davon ausgehen werden, dass im Dezember 2006 eine weitere Zinserhöhung um 0,25% vorgenommen wird. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit gewachsen, dass in 2007 - ohne größere Pausen - noch weitere Zinserhöhungsschritte folgen werden. Ab Dezember wird sich die Zinsdifferenz zum USD weiter verringern, sodass eine Geldanlage in Euro für Anleger wieder interessanter wird. Damit lag das aktuelle Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar in dieser Woche um 0,0740 €/USD unter dem Höchststand, das in der 1.Kalenderwoche 2005 mit 1,3565 €/USD erreicht wurde.

4. Die US-Vorräte an Rohöl stiegen gegenüber der Vorwoche um 1,3 Mio. Barrel (+0,4%) auf 336,0 Mio. Barrel.

Die Analysten hatten eine Bestandserhöhung um 0,1 Mio. Barrel prognostiziert. Die US-Vorräte an Rohöl lagen damit in dieser Woche um 2,2 Mio. Barrel über dem Höchststand in 2005, der in der 21. Kalenderwoche mit 333,8 Mio. Barrel erreicht wurde.

5. Die US-Vorräte an Mitteldestillaten (Heizöl und DK) fielen gegenüber der Vorwoche um 3,6 Mio. Barrel (-2,6%) auf 135,0 Mio. Barrel.

Die Analysten hatten einen Bestandsrückgang um 0,1 Mio. Barrel prognostiziert. Damit lagen die aktuellen US-Vorräte an Mitteldestillaten in dieser Woche um 0,2 Mio. Barrel unter dem Höchststand in 2005, der in der 34.Kalenderwoche mit 135,2 Mio. Barrel erreicht wurde.

Markteinschätzung für die Entwicklung der Heizölpreise der Sorte „Standardqualität“ zu Beginn der 47. Kalenderwoche 2006: Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung in der 46.Kalenderwoche gehen wir für den Beginn der neuen Woche von einer Seitwärtsbewegung bei den Heizölpreisen aus.

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