Heizölpreise fallen in der 50.Kalenderwoche 2006 auf tiefsten Stand in diesem Jahr
(openPR) - Für die 50.Kalenderwoche 2006 kann folgende konkrete Bewertung für die einzelnen Bereiche vorgenommen werden:
1.Auf Basis aktueller Preisermittlungen des Heizölportals www.brennstoffhandel.de ist der Heizölpreis für eine 3.000 Liter-Partiegröße für Heizöl der Sorte "Standardqualität“ in der 50. Kalenderwoche 2006 gegenüber der Vorwoche um 0,75 €/100 Liter (-1,3%) auf 55,19 €/100 Liter gefallen.
Hauptursache für den Rückgang der Heizölpreise in dieser Woche war:
1. Rückgang des Heizölabsatzes durch verringerte Nachfrage und damit Druck auf das gesamte Preis -und Margenniveau.
Damit lag der aktuelle Heizölpreis für Heizöl der Sorte „Standardqualität“ in dieser Woche um 13,12 €/100 Liter unter dem Höchststand, der in der 35.Kalenderwoche 2005 mit 68,31 €/100 Liter erreicht wurde.
2. Der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent stieg gegenüber der Vorwoche um 1,29 USD/Barrel (+2,1%) auf 63,49 USD/Barrel.
Am Ende dieser Woche schloss der Rohölpreis über der Marke von 63,00 USD/Barrel. Folgende Fakten bewegten diese Woche den Rohölmarkt:
1. Rückgang der US-Bestände bei Rohöl und Mitteldestillaten gegenüber der Vorwoche.
2. Die OPEC fasste auf ihrer Tagung am 14.12.2006 in Abuja folgende wesentlichen Beschlüsse:
- Senkung der offiziellen OPEC-Förderquote ab 1.02.2007 um 0,5 Mio. bpd (damit sinkt die OPEC-Förderung auf eine Größe von 25,8 Mio. bpd)
- Aufnahme Angolas in die OPEC zum 1.01.2007.
Damit lag der aktuelle Rohölpreis der Sorte Brent in dieser Woche mit 13,78 USD/Barrel unter dem bisherigen Allzeithoch, das in der 27.KW 2006 mit 77,27 USD/Barrel erreicht wurde.
3. Das Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar fiel gegenüber der Vorwoche um 0,0122 €/USD (-0,9%) auf 1,3081 €/USD.
Der Euro schloss am Wochenausklang unter der Marke von 1,31. Dabei bewegten folgende Themen diese Woche die Finanzmärkte:
1. Die Fed ließ den US-Leitzinssatz auf ihrer Beratung am 12.12.2006 unverändert bei 5,25%. Verschiedene Äußerungen seitens der Fed werden von den Fachleuten so interprädiert, dass die Fed im ersten Halbjahr 2007 eine Leitzinsreduzierung vornehmen könnte. Völlig offen bleibt weiter, in welchen Zeitschritten weitere Zinserhöhungsschritte in 2007 im Euroraum folgen werden.
2. Weiter starke US-Arbeitsmarkdaten- so fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Dezember um 20.000 auf 304.000 Anträge. Diese Entwicklung stützte zum Wochenende den Dollar, sodass weiter von einer „weichen Landung“ der US-Konjunktur ausgegangen werden kann. Damit lag das aktuelle Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar in dieser Woche um 0,0484 €/USD unter dem Höchststand, das in der 1.Kalenderwoche 2005 mit 1,3565 €/USD erreicht wurde.
4. Die US-Vorräte an Rohöl fielen gegenüber der Vorwoche um 4,3 Mio. Barrel (-1,3%) auf 335,4 Mio. Barrel. Die Analysten hatten eine Bestandsreduzierung um 1,3 Mio. Barrel prognostiziert. Die US-Vorräte an Rohöl lagen damit in dieser Woche um 1,6 Mio. Barrel über dem Höchststand in 2005, der in der 21.Kalenderwoche mit 333,8 Mio. Barrel erreicht wurde.
5. Die US-Vorräte an Mitteldestillaten (Heizöl und DK) fielen gegenüber der Vorwoche um 0,5 Mio. Barrel (-0,4%) auf 131,9 Mio. Barrel. Die Analysten hatten eine Bestandserhöhung um 0,3 Mio. Barrel prognostiziert. Damit lagen die aktuellen US-Vorräte an Mitteldestillaten in dieser Woche um 3,3 Mio. Barrel unter dem Höchststand in 2005, der in der 34.Kalenderwoche mit 135,2 Mio. Barrel erreicht wurde.
Markteinschätzung für die Entwicklung der Heizölpreise der Sorte „Standardqualität“ zu Beginn der 51. Kalenderwoche 2006:
Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung in der 50.Kalenderwoche gehen wir für den Beginn der neuen Woche von einer Seitwärtsbewegung bei den Heizölpreisen aus.
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