Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2007 geht nach Berlin-Moabit und ins Schweizerische Hagendorn
Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit, Berlin
(openPR) - Der Wettbewerb Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2007 wurde am 17. Februar entschieden, als die siebenköpfige Jury zwei Erste Preise vergab und fünf Projekten eine Würdigung zuerkannte.
Mit einem Ersten Preis wird der im Oktober 2006 eröffnete „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit, Berlin“, geplant vom Berliner Landschaftsarchitekten Udo Dagenbach, Glaßer und Dagenbach, ausgezeichnet. In ihrer Urteilsfindung kommt die Jury zu dem Schluss, dass das Projekt sich auszeichnet durch die Kombination von Bürgerpark und Gedenkstätte in Form eines architektonischen Gartens. Hervorgehoben wird die Planung in langjähriger Zusammenarbeit mit den Anwohnern (Geschichtswerkstatt) sowie die qualitativ hochwertige Durchführung sowohl der Konzeption als auch der baulichen Umsetzung. „Die besondere und einmalige Aufgabe wurde von den Planverfassern mustergültig gelöst.“
Einen weiteren Ersten Preis vergaben die Preisrichter für die Planung „Werkerweiterung Fensterfabrik Hagendorn-Cham/Schweiz“ der Architekten Niklaus Graber und Christoph Steiger und des Landschaftsarchitekten BSLA Stefan Koepfli. Ihre Entscheidung für diese Planung fassen die Preisrichter mit folgenden Worten zusammen: „Das Ergebnis ist eine Werkerweiterung als gebaute Kulturlandschaftskammer. Die prägenden Elemente des Landschaftsraums – Wiese und Hecke – treten in Korrespondenz; anders gesagt: mit dem Gebäude wird die Landschaft weiter gebaut.“ Dieses Projekt leistet einen gestalterisch hochwertigen und zeitgemäßen Beitrag zum Thema der Ortsrandgestaltung durch Gewerbebauten.
Würdigungen gehen an:
Ladenburg
Planung: Christof Luz, Landschaftsarchitekt bdla, LUZ Landschaftsarchitektur, Stuttgart
17 Jahre Landschaftsplanung Obere Kyll
Planung: Ulrich Bielefeld, Landschaftsarchitekt bdla, Trier
Hafensafari – Entdeckungstouren zu temporären Installationen im Hamburger Hafen
Planung/Organisation: Hafensafari e.V. Hamburg mit Christiane Bruckmann, Heike Lorenz, Christine Kahle, Rolf Kellner, Martin Kohler, Frank Sleegers, Ulrich Stief, Kristina Vagt
Rheinpark Duisburg
Planung: Jorg Sieweke, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, Berlin
Projekt Ewald – Zukunft Emscherbruch
Planung: Peter Köster, Landschaftsarchitekt, arbos Landschaftsarchitekten, Hamburg
Die Preisrichter Adrian Hoppenstedt, Vorsitzender der Jury und Präsident des bdla, Jan-Dieter Bruns, Bruns Pflanzen Bad Zwischenahn, Prof. Undine Giseke, Landschaftsarchitektin Berlin/Leipzig, Prof. Ariane Röntz, Landschaftsarchitektin Berlin, Roland Raderschall, Landschaftsarchitekt BSLA, Meilen/Schweiz, Dr. Christian Welzbacher, Architekturkritiker, Berlin, und Prof. Peter Wippermann, Trendbüro Hamburg, bewerteten auf ihrer Sitzung am 16. und 17. Februar 2007 in Berlin 83 zum Wettbewerb eingereichte Arbeiten. Ziel war es, herausragende Planungsleistungen, die ästhetisch anspruchsvolle und innovative Lösungen aufweisen, für die Auszeichnung auszuwählen.
Der Wettbewerb Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2007 findet seinen Abschluss mit der feierlichen Preisverleihung am 15. Juni 2007 in Gera. Im altehrwürdigen Theater der Stadt der diesjährigen Bundesgartenschau werden im Beisein u.a. von Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die Preise und Urkunden an die ausgezeichneten Planerinnen und Planer überreicht.
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.bdla.de/nachricht199_1.htm
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1913 in Frankfurt/Main als Bund Deutscher Gartenarchitekten gegründet, 1972 umbenannt in Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, zählt der bdla heute rund 1300 Mitglieder, darunter ca. 800 freischaffende Landschaftsarchitekten.
Landschaftsarchitektur ist Ausdruck des Zeitgeistes, ist kulturelle Sprache sowie Erhalt und Neuinterpretation von Landschaft. Landschaftsarchitekten verbinden die Kenntnis ökologischer Zusammenhänge mit planerischer Kompetenz und stehen damit für die Machbarkeit von Ideen und Projekten ein. Sie tragen eine wesentliche gestalterische Verantwortung für den Zustand der natürlichen Lebensgrundlagen und deren Wechselspiel mit sozialer und gebauter Umwelt.
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