Geschäftsgebaren einer deutschen Versicherungsgesellschaft bestärkt den VuB in seinen Befürchtungen

Von Bestattern für Bestatter (openPR) - Der Verband unabhängiger Bestatter setzte sich bereits in der Juli-Ausgabe 2005 und in allen weiteren Ausgaben seines Fachorgans VuB-Aktuell kritisch mit diesem Thema auseinander. Andere Verbände tolerierten dieses Verhalten oder nahmen es offensichtlich kritiklos hin. Die am 7.2.2007 ausgestrahlte Sendung „Klartext“ des RBB bestärkt den Verband unabhängiger Bestatter in seinen schlimmsten Befürchtungen über die dort offensichtlich aufgezeigten Geschäftspraktiken der Ideal AG und deren 100% Tochter der Ahorn-Grieneisen AG, zu denen Antea und Trauerhilfe Denk gehören.

Gerade die schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft, die Senioren werden bewusst- oder unbewusst im Unklaren gelassen, wer beim Abschluss der Sterbegeldversicherung die dereinstige Bestattung vornehmen soll- ob gewünscht oder nicht -nämlich ein Unternehmen der Ahorn-Grieneisen AG. Auch unsere Mitglieder haben sich in der Vergangenheit immer gegen einen 10% Abzug der Versicherungsleistungen von Ahorn-Grieneisen für eine nicht erbrachte Leistung gewehrt, wenn sich Angehörige für einen unserer Mitgliedsbetriebe entschieden haben und die Bestattung nicht von der Ahorn-Grieneisen AG durchgeführt wurde.

Es stellt einen Vertrauensmissbrauch und eklatanten Verstoß gegen den Datenschutz dar, Personalien von Personen die in Pflegeheimen betreut werden, wie im oben genannten Beitrag geschildert für wirtschaftliche Zwecke zu Nutzen. Eine derartige Vorgehensweise schadet jedem Bestatter in Deutschland und stellt einen großen Imageverlust für die Branche dar.
Es existieren offenbar schriftliche Aufzeichnungen die dieses nicht nur untersagen, sondern offensichtlich sogar hinnehmen und dulden.

Als strafbewehrte Handlung ist für uns die intern bekannt gewordene Arbeitsanweisung zu werten, Abholungen von Verstorbenen, wir zitieren: “grundsätzlich mit einem hochwertigen Sarg“, durchzuführen.
Möchte der Angehörige jedoch ein preiswerteres Modell in Auftrag geben, wird ihm eine Umbettungsgebühr abverlangt.

Man kann nur hoffen, dass das bekannt werden derartiger Vorgänge zu sofortiger Einstellung solcher Praktiken führt und personelle Konsequenzen gegenüber den Verantwortlichen gezogen wird. Hier sind auch die Medien gefordert weiter zu recherchieren, um eine mögliche Verbindung zu weiteren Institutionen aufzudecken.

Ein Unternehmen das als Mitglied unseres Berufsverbandes so handeln würde,
wäre aufgrund ethischen Fehlverhaltens sofort ausgeschlossen - allerdings nach notwendiger öffentlicher Würdigung.

Dieser Bericht hat uns wieder einmal mehr bewiesen, das es offensichtlich nur von Nachteil sein kann, wenn Sterbegeldversicherung und Bestattungsdurchführung in einer Hand liegen. Bei den Mitgliedern unseres unabhängigen Berufsverbandes wird darauf geachtet, derartige Abhängigkeiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Unserem Verständnis nach, stellt Bestattungsvorsorge eine Serviceleistung dar, damit Menschen zu Lebzeiten die letzten Dinge in Eigenverantwortung regeln können, unabhängig von einer Provision oder unfreiwilliger Vertragskopplung.

Gez. Winfried Koebe Vorsitzender des Verband unabhängiger Bestatter e.V.

Kontaktadresse:
Verband unabhängiger Bestatter e.V.
Geschäftsstelle
In der Tütenbeke 6, 32339 Espelkamp
Telefon: 0700-88225883, Telefax: 0700-88225883
www.bestatterverband.de

Der Verband unabhängiger Bestatter e. V., ist ein Verband, in dem Bestatter aus allen Regionen Deutschlands organisiert sind. Unsere Mitglieder sind mit den heutigen Verhältnissen der Bestattungsbranche unzufrieden und wollen zu einem pietätvollen, individuellen Umgang mit Verstorbenen und Hinterbliebenen zurückkehren



Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf
OpenPR - http://openpr.de/news/119976/Geschaeftsgebaren-einer-deutschen-Versicherungsgesellschaft-bestaerkt-den-VuB-in-seinen-Befuerchtungen.html




Google