Studenten bringen Handballclub Empor „auf ZAK“

Stimmung beim Seminarabschluss: Studenten und Seminarleiter sowie Vorstände des HC Empor Rostock (vorn: Seminarleiter Dr. Herwig Friedag, Prof. Antje Krey, Dr. Walter Schmidt; Empor-Vorstände Lutz Scheibe und Jürgen Penthin: 1. Reihe, 2.v.r. und rechts (openPR) - Ergebnisse des Hauptseminars zur Strategieentwicklung beim HC Empor Rostock präsentiert / Anstöße werden aufgegriffen

Rostock, 07.02.2007- „Ziele – Aktionen – Kennzahlen“, abgekürzt „ZAKs“, präsentierten Ende Januar im Uni-Campus Ulmenstraße Studenten zum Abschluss des „Hauptseminars Balanced Scorecard“. In einem dreimonatigen Gemeinschaftsprojekt der Rostocker Universität, Juniorprofessur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre / Funktionalcontrolling, und des Handballclubs Empor Rostock war ein Managementsystem nach der Balanced Scorecard (BSC) Methode entwickelt worden. Mit diesem soll ein ausgewogenes strategisches Handeln in der Empor Handball GmbH realisiert werden, unter Beachtung aller dabei berührten Anspruchsgruppen wie z.B. Fans, Spieler, Mitarbeiter und Sponsoren.

Bei der Erarbeitung waren die Studenten in die Rolle von „Handball-Managern auf Zeit“ geschlüpft. Nun präsentierten sie im Abschlussseminar den HC-Empor-Vorständen Lutz Scheibe, Finanzvorstand und Geschäftsführer der Empor Handball GmbH, und Jürgen Penthin, verantwortlich für die Nachwuchsarbeit, die Ergebnisse ihrer Arbeit in fünf Gruppen.

In zahlreichen Gesprächen mit Managern, Trainern, Spielern, Fans und Sponsoren des Handball-Traditionsclubs, während Trainingsbe

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n und bei Heimspielen des HC Empor hatten sich die Seminarteilnehmer in den vergangenen Monaten umfassend informiert. In einem ersten Schritt waren dann Ziele und Entwicklungsgebiete zu definieren, die alle relevanten „Perspektiven“ von den Finanzen über die Spieler und Mitarbeiter bis hin zu Fans und Sponsoren berücksichtigten. Anschließend wurden die definierten „strategischen Themen“ wie „Stärkung der Mannschaft“ und „Imagepflege“ in Beziehung zu jeweils vier ausgewählten „Entwicklungsgebieten“ – „Spieler“, „Fans“, „Sponsoren“ und „Nachwuchs“ – gesetzt. Diese Zusammenhänge wurden schließlich mit adäquaten Aktionen und entsprechenden Kennzahlen zur Erfolgsmessung auf dem Weg zu den vereinbarten Zielen konkretisiert. Die Studenten erarbeiteten so einen umfassenden Maßnahmenkatalog; aus insgesamt 30 entwickelten „ZAKs“ stellten sie in ihrer Präsentation einige ausgewählte Aktionen und Kennzahlen näher vor.

Die Empor-Handball-Vorstände Lutz Scheibe und Jürgen Penthin zeigten sich von den Ideen der Studenten tief beeindruckt: „Diese Leistung und Leidenschaft für den HC Empor hat mir eine Gänsehaut gemacht“, meinte Lutz Scheibe, der das Seminar als “außerordentlich interessantes und hilfreiches Projekt für eine bessere Steuerung des Unternehmens Empor Handball GmbH” bezeichnete. Scheibe dankte den Seminarteilnehmern und kündigte an, das entworfene Managementkonzept mit interessierten Studenten weiterzuentwickeln und umzusetzen. Vor allem im Marketing und bei der Fanbetreuung will Scheibe die Studenten einsetzen.

Die Seminarleiter Dr. Herwig R. Friedag und Dr. Walter Schmidt lobten das außergewöhnliche Engagement der Studenten. Auch Prof. Dr. Antje Krey bestätigte besonders großes Interesse am Praxispartner. “Die meisten Studenten haben ganz persönliche Bezüge zum Sport und interessieren sich für die wirtschaftlichen Mechanismen im Profisport. Die großen Erfolge in der Geschichte des Handballclubs Empor trugen ebenso dazu bei, dass alle mit Eifer bei der Sache waren.”

Die Balanced Scorecard (BSC) wird in der Betriebswirtschaftslehre als wichtiges Instrument zur Umsetzung von Strategien angesehen und weltweit von Unternehmen aller Branchen eingesetzt. Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart sorgte 2004 mit einem der ersten BSC-Projekte im Sportbetrieb für Aufsehen. Die Rostocker Juniorprofessorin für ABWL/Funktionalcontrolling Antje Krey bietet seit einigen Jahren BSC-Hauptseminare an. Dabei vermitteln die Experten des Internationalen Controller Verein eV, Dr. Herwig R. Friedag und Dr. Walter Schmidt, als Gastdozenten BSC-Grundlagenwissen und begleiten die Studenten bei der praxisnahen Diskussion der Strategieerarbeitung sowie der Umsetzung strategischer Ziele mit Hilfe präziser Ziele, strategierelevanter Aktionen und Kennzahlen.

· Prof. Dr. Antje Krey, Universität Rostock, Juniorprofessorin für Funktionalcontrolling, Tel. 0381/498 4422
· Lutz Scheibe, Empor Handball GmbH, Tel.: 0381/811 21 11
· Hans-Peter Sander, Presse Internationaler Controller Verein eV, Tel. 08807/94 90 94; mailto:presse@controllerverein.de

Der Internationale Controller Verein eV (www.controllerverein.com) hat rund 6.000 im praktischen Controlling kleiner, mittlerer und großer Unternehmen tätige Mitglieder. Der 1975 gegründete Verein führt Controller zusammen, verbreitet Philosophie und Anwendung des Controlling, fördert den Erfahrungsaustausch, hebt die fachliche Qualifizierung seiner Mitglieder. Er versteht sich als Interessenvertreter sowie als Repräsentant der im Verein konzentrierten betriebswirtschaftlichen Kompetenz in der Öffentlichkeit. Erfahrungsaustausch und Kommunikation unter den Mitgliedern sowie Fokussierung auf zukunftsorientierte Themen sind wesentliche Ziele der Vereinsstrategie. Vorsitzender ist Dr. Wolfgang Berger-Vogel, Linz, Stellvertretender ICV-Vorsitzender ist Siegfried Gänßlen, Vorstandsmitglied der Hansgrohe AG, Schiltach.



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