Die Rückkehr der Euro-Krise: Was Sie jetzt tun sollten

Die Rückkehr der Euro-Krise: Was Sie jetzt tun sollten

Liebe Leser,

die Euro Krise ist wieder da. Jetzt steht nicht Griechenland im Mittelpunkt. Jetzt geht es um Italien. Zwar konnte Staatspräsident Sergio Mattarella in letzter Sekunde die Koalition der linken und rechten Populisten noch verhindern. Er nutzte sein Vetorecht, weil er mit dem Kandidaten für das Amt des Finanzministers nicht einverstanden war.

Hier wollte die neue Koalition den Euro-Gegner Paolo Savona etablieren. Doch das hätte nach Ansicht von Mattarella die wirtschaftliche Stabilität des Landes gefährdet. Fakt ist: Jetzt muss der italienische Staatspräsident zu einem Trick greifen, damit es überhaupt erst einmal eine Regierung gibt. So hat der italienische Staatspräsident jetzt mit Carlo Cottarelli einen Übergangs- Premierminister vorgestellt, der aber im Parlament über keine Mehrheit verfügt.

Mittlerweile sieht es so aus, als ob es schon bald in Italien zu Neuwahlen kommen sollte. Bis dahin wird es eine unruhige Zeit geben, denn schon für das kommende Wochenende sind viele Demonstrationen geplant. Die Hauptkritik richtet sich gegen den Staatspräsidenten und seine Rolle. Etliche politische Kräfte wollen beispielsweise am kommenden Samstag auf die Straße gehen, dem italienischen Nationalfeiertag. Das ist ein klares Signal.

Euro-Gegner aus dem linken und rechten Lager bringen sich in Stellung

Eins muss Ihnen dabei bewusst sein: Die Euro-Gegner bringen sich in Italien schon jetzt Stellung. Sowohl bei der 5 Sterne Bewegung auf der linken Seite als auch bei der Lega auf der rechten Seite sind die Gegner des Euros stark vertreten. Sollte es nun zu Neuwahlen kommen, kann es sehr gut sein, dass die politischen Ränder weiter gestärkt bei dieser Wahl auftreten werden. Und dann dürfte es auch zu einer weiteren möglichen Koalition aus linken und rechten Populisten kommen.

Sollte das tatsächlich passieren (das halte ich immer noch für sehr wahrscheinlich) wäre das die erste offen eurokritische Regierungskoalition in Europa. Damit steht das gesamte Projekt Gemeinschaftswährung wieder auf dem Prüfstand. Schon jetzt sind die Anleihenzinsen in Italien massiv angestiegen und haben den höchsten Unterschied zu Bundesanleihen seit 4 Jahren erreicht. Das ist ein klares Zeichen für einen Risikoaufschlag, den die Investoren jetzt schon zahlen müssen.

Aktuelle Kursrückgänge sind erst der Anfang

Aber das ist erst der Anfang. In der vergangenen Woche machte schon das Wort vom Schuldenschnitt die Runde in Rom. Hinzu kommen die massiven Probleme der italienischen Banken, die auch immer noch nicht gelöst sind. Hier lauern noch faule Kredite im Volumen von mehr als 300 Milliarden EUR.

Insgesamt sieht es so aus, als ob uns unruhige Monate in der Eurozone bevorstehen – und eine schnelle Lösung für die Krise in Italien ist auch nicht in Sicht. Daher heißt es für Sie, jetzt aktiv ihr Vermögen abzusichern, denn die jüngsten Kursrückgänge sind meiner Einschätzung nach nur der Beginn.

Herzlichst Ihr
Günter Hannich

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